Julia Chavanne's Blog - Fitness, Food & Lifestyle

Hallo ihr Lieben,

heute will ich mal ein Thema ansprechen, welches mich selber auch betrifft bzw betroffen hat und zwar über den Zwang zur Perfektion. Jeder der sich mit seinem Körper beschäftigt und diesen „Fitnesslifestyle“ lebt, weiß wie schwer es ist, sich selber zu akzeptieren und sich als vollkommen zu fühlen. Man wird immer kritischer zu sich und man will sich immer mehr verbessern und ist nie zufrieden.

Bevor ich mit dem Fitnesstraining und mit Social Media angefangen habe, war ich zwar auch sehr auf mein Aussehen fixiert, aber auf eine komplett andere Weise. Ich habe mir nicht zu viele Gedanken über meinen Körper und meine Essensweise gemacht. Primär waren für mich andere Dinge. Ich habe zb. nie über meine nächste Mahlzeit nachgedacht und mich selber kritisiert, wenn ich mal eine Packung Chips oder einen Burger gegessen habe. Ich habe auch meinen Fokus nicht auf meinen Körper gelegt sondern eher auf meine Haare, Gewand und Make Up. Als ich dann mit dem Training angefangen habe und vor allem auf Instagram mir Vorbilder gesucht habe, die mich Motivieren sollen, ist dann der Zwang zur Perfektion gekommen. Man hat sich dann plötzlich Ziele gesetzt, was auch nicht schlecht ist, aber sich dadurch selber auch viel zu sehr unter die Lupe genommen.

Die Vorstellung der „perfekten Model Figur“ war nun präsent und der Wunsch diese zu erreichen wurde immer größer. Plötzlich macht man sich Vorwürfe, wenn man mal nicht im Gym war und dann kommen Gedanken wie „O gott ich verliere meine Muskeln, oder Ich spüre schon wie sich das Fett ansetzt“ Die schlimmste Zeit ist die,wo man krank ist und den ganzen Tag nur im Bett liegt. Man will einfach so schnell wie möglich wieder ins Fitnesscenter und fühlt sich unausgelastet – schwach und motivationslos.  Und dann kann es passieren, dass man sich nicht einmal vollkommen auskuriert und sich selber davon überzeugt, dass man wieder gesund ist und dass eine kleine Cardio Einheit komplett in Ordnung sei.

Aber am meisten lässt man sein Umfeld von diesen „Problemen“ spüren, man kritisiert plötzlich jedes Essen von den Eltern oder beurteilt insgeheim die Essensgewohnheiten der Freunde. Man rechnet sich immer wieder die Kalorien der Mahlzeiten aus und trackt jede einzelne Speise. Vor allem verbietet man sich die leckersten Speisen, verzichtet auf Nachtisch und schaut zu, wenn sich andere einen Schokolade Kuchen bestellen. Währenddessen starrt man dann auf jeden einzelnen Bissen und muss mit sich selber kämpfen, stark zu bleiben und dem Verlangen zu widerstehen.

Doch es gibt auch Lösungen mit diesen Problem umzugehen wie zb. durch Cheatdays  oder man macht Cheatmeals – finde ich persönlich Effektiver, wenn man das Verlangen spürt, sollte man auf dieses hören und sich solche Leckereien gönnen. Aber mehr dazu in meinem Beitrag über Heisshungerattacken.

Im Allgemeinen sollte man sich nicht auf eine Wunschvorstellung fixieren und sich selber Lieben lernen. Ich habe persönlich auch lange gebraucht um den Perfektionistischen Gedanken weg zu bekommen. Seit dem ich auch weniger auf die „ideale strikte Ernährung“ achte und mir fast täglich Cheats gönne – geht es mir auch psychisch viel besser.

Natürlich sind die positiven Dinge die Entscheidenten, man lebt gesünder, fordert den Körper heraus, achtet auf eine ausgewogene Ernährung und fühlt sich im allgemeinen viel wohler. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich diese Leidenschaft entdeckt habe und auch wenn es paar negative Eigenschaften mit sich bringt, bin ich ein befürworter des Fitnesslifestyles. Denn meinem Körper und mir geht es dadurch viel besser und das Gefühl etwas Gutes für sich getan zu haben nach einem herausfordernden Training ist unbeschreiblich schön :)!

Eure Fitnesslovervie

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