Julia Chavanne's Blog - Fitness, Food & Lifestyle

Hallo ihr lieben,

wie kann man besser ein neues Jahr beginnen, als mit etwas komplett neuen und ungewohnten? Wollt ihr eurem Körper mal etwas Auszeit gönnen und für euer Wohlbefinden sorgen?

Dann ist eine Saftkur genau das Richtige. Als ich von einer Freundin mal die Wörter „Saft und Kur“ gehört habe, war ich eher nicht so begeistert, da ich Essen über alles Liebe und für mich eine Auszeit von der gewohnten Nahrungszufuhr negativ assoziiere. Aber als mir meine Freundin dann erzählt hat, wie gut es ihr nach der Kur gegangen ist und wie sehr sie jetzt das Essen schätzt, wurde ich neugierig. Daraufhin habe ich ca vor 2 Wochen einen Beitrag über diese Kur gelesen und war begeistert. Dieser Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte, aber vor allem auf feste Nahrung war eigentlich was undenkbares für mich und daher wurde es zu einer persönlichen Challenge. Außerdem habe ich seit meinem Urlaub mit dem Essen viel zu sehr übertrieben und wirklich fast jeden Tag ungesunde und fettige Speisen gegessen..

Daher sehe ich diese Kur eher als Neuanfang und nicht als „Diät“. Man verliert zwar paar Kilos, die bestehen aber eher aus Wasser und sind daher schnell wieder oben. Der Vorteil ist aber, dass sich der Magen verkleinert und man dadurch weniger Hunger hat und ein höheres Sättigungsgefühl bekommt. Außerdem soll es den Körper entgiften und den Darm beruhigen.

Wieso eine Saftkur von Frank Juice?

Ich wurde via Instagram über eine Insta Story von der lieben Pamela Reif darauf aufmerksam gemacht. Bin dann sofort auf die Webseite gegangen und habe mich über diese „Cleanse Kur“ informiert. Hier paar Punkte von der Webseite:

  • Dein Säure-Basen-Haushalt reguliert sich – Du nimmst hohe Mengen Obst und Gemüse zu dir
  • Man fühlt sich leichter, fitter und neu motiviert – Dein Körper beginnt überschüssige Stoffwechselreste auszuscheiden. Leber und Darm werden geschont, Entzündungsparameter und Blutfettwerte verbessern sich; dein Immunsystem wird gestärkt
  • Du beugst chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck vor – Außerdem senkst Du dein Krebs- und Infarktrisiko
  • Ein Cleanse von Frank Juice hat  einen „spirituellen“ Aspekt
  • Du machst die positive Erfahrung von Verzicht & Neu gewonnene Energie wandert direkt in deine Schönheit
  • Dein Hautbild verbessert sich und deine Haare erhalten einen strahlenden Glanz
  • Du verlierst Gewicht – Ein Cleanse verbessert die Stoffwechselaktivität, bei gleichzeitiger Reduktion der aufgenommenen Kalorien pro Tag

Wie beginnt man die Kur?

Als ich meine Bestellung erledigt habe und mich für das Starter Paket – „Anfänger Cleanse“ entschieden habe. Wurde mir daraufhin eine Mail mit einem PDF zugesendet. In diesem findet man sämtliche wichtige Informationen über die Kur – aber auch einen Ernährungsplan wie man sich auf die Kur vorbereitet und wie man sich danach ernähren sollte. Ich habe mich persönlich nur 1 Tag mit den Rezepten vorbereitet, da ich nicht so schnell auf Proteine verzichten wollte. Laut Plan sollte man eigentlich 2 Tage davor auf Fleisch / Milch und Getreide Produkte verzichten.

Nach der Kur wird dann empfohlen mindestens 1 Tag auf feste Nahrung zu verzichten und sich ausschließlich von Suppe und Smoothies zu ernähren.

Wie schmecken die Säfte?

Also ich muss euch sagen, die Säfte sind ein Traum. Ich hätte nie geglaubt, dass sogar die Grünen Säfte mit Brokkoli und Gurke, auf eine ganz besondere Weise gut schmecken. Es war mir wirklich eine Freude einem nach den anderen zu trinken. Vor allem der letzte mit Cashew, Banane und Zimt war köstlich 😉

Hier kurze Facts über die Säfte:

#1 Grün: Apfel, Gurke, Spinat, Sellerie, Petersilie, Ingwer, Grünkohl und Zitrone

#2 Gold: Ananas, Apfel und Minze

#3 Grün Plus: Birne, Gurke, Brokkoli, Spinat, Minze, Limette und Moringa

#4 Gelb: Zitrone, Cayenne, Kurkuma, Agave und Wasser

#5 Rot: Roter Beete, Karotte, Apfel, Zitrone und Ingwer

#6 Weiß: Cashew, Dattel, Sesam , Vanille und Zimt

Fazit: meine persönlichen Favoriten waren der Grüne, der Gelbe und der Weiße 😉

Tag 1 der Kur:

Da man alle 2 Stunden 1 Saft mit 500 ml zu sich nehmen soll (wie beschrieben) habe ich den Grünen Saft als Erstes getrunken:

11 Uhr: Saft Nr 1. Grün:

Achtung immer langsam trinken ! Dies fiel mir anfangs sehr schwer, da ich generell schnell Esse und Trinke. Aber der 1. Saft war auf einer überraschenden Weise sehr sättigend und lecker. Ca 1 halbe std später habe ich schon gemerkt wie sich in meinem Bauch etwas tut.. Ich glaube die Kombination aus Ingwer und Zitrone hat dieses leichte Innere Brennen verursacht. Man hat richtig gemerkt wie der Körper damit arbeitet.

13 Uhr: Saft Nr 2. Gold:

Die 2 Stunden sind eigentlich komplett ohne Hunger Gefühle vergangen, einzige was immer zu hören war, war mein Bauch der ständig geknurrt hat. Review zu diesem Saft: Lecker und fruchtig.

15 Uhr: Saft Nr 3. Grün Plus:

Dieser Saft hat es in sich, denn er sättigt wirklich gut. Habe es schon kaum mehr ausgehalten vor Hunger. Vor allem die Gedanken rund ums Essen gehen los. Dann öffnet man Instagram und sieht „eh klar“ am Sonntag die besten Brunch Pics oder Cheat Pics 🙁

17 Uhr: Saft Nr 4. Gelb:

Der Hunger ist eigentlich weg, aber jetzt kommt der nächste Saft und der hat es in sich. Bestehend aus Pfeffer, Zitrone und Agave, schmeckt er auch Scharf – Sauer und Süß zugleich. Aber das Scharfe vor allem lässt den unterdrückten Hunger wieder hervor heben. Außerdem spüre ich langsam einen leichten Druck am Kopf.

20 Uhr: Saft Nr 5. Rot:

Und die Kopfschmerzen sind da und werden immer intensiver. Außerdem sterbe ich gerade vor Hunger. Aber der Saft ist dafür sehr sättigend und wenn man ihn Schluck für Schluck trinkt, vergeht auch der Hunger. Habe für diesen Saft stolze 40 min gebraucht.

22 Uhr: Saft Nr 6. Weiß:

Eeeeendlich vor der Couch. Die Gönnung schlecht hin, ist mit diesem super leckeren Bananen Cashew Saft. Ich liebe generell alles mit Nüssen, daher ist dieser Saft eine reinste Freude für mich.

Leider habe ich dann über Nacht sehr starke Kopfschmerzen bekommen. Aber am nächsten Tag wollte ich nicht aufgeben und habe noch den halben Tag mit Säften geschafft.. Dann wurden meine Magenschmerzen etwas stärken und somit musste ich leider aufhören.

Mein Fazit und auf was man wirklich Achten sollte:

  • Schaut darauf, dass ihr euch paar Tage für die Saft Kur nehmt, an denen ihr nicht lernen oder arbeiten müsst.
  • Es ist wirklich wichtig den Kopf frei von allem zu bekommen. Was auch mein Fehler war, dass ich diese Saft Kur in einer Lernwoche gemacht habe, und ich mich somit überhaupt nicht mehr konzentrieren konnte.
  • Außerdem finde ich, sollten Menschen (wie ich) die zu Migräne Anfällen neigen, diese Kur nicht machen. Mein Freund hat zb alle 2 Tage mit leichten Kopfschmerzen gut überstanden, bei mir jedoch verwandeln sich die leichten Schmerzen immer in Migräne Anfälle. Daher wird es für mich nicht mehr in Frage kommen..
  • Beachtet: die Kur kostet ca 99 €, was auch in Ordnung ist, denn es kommen 18 Säfte x 500 ml mit Strohhalmen etc an, außerdem sind in einem Saft paar KG Gemüse und Obst drinnen.

ABER: Das positive daran: 

Mir geht es nach den 1.5 Tagen wirklich wahnsinnig gut. Endlich habe ich nicht mehr das non Stop Hunger Gefühl und werde wirklich viel früher satt. Anscheinend wurde mein Magen innerhalb dieser Tage viel kleiner. Also perfekt zum Start für eine Diät danach. Außerdem merke ich wie sich meine Haut verbessert hat, sie ist viel weicher 🙂 Weiters habe ich mehr Energie jetzt, und bin aus meinem Tief draußen. Mein Training nach der Saft Kur war viel intensiver und ich wurde nicht so schnell müde. Ich werde auch demnächst weiterhin auf Milchprodukte verzichten und ersetze diese jetzt mit Mandelmilch oder Cashewmilch. Es ist auch wirklich gut für den Körper mal einige Zeit nicht zu viel Fleisch zu essen, und ich muss sagen während dieser Diät hatte ich auch nie das Bedürfnis danach.

Ich würde euch die Saft Kur schon empfehlen, ABER bitte achtet wirklich darauf dass ihr euch an diesen Tage etwas Auszeit gönnt – nicht ins Training geht und euch wirklich entspannt. Das Gefühl danach ist unbeschreiblich und ist diese Erfahrung Wert.

Eure Julie 

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